Herausforderungen des Arbeitnehmermarkts, moderne Führungsmethoden, die rasante KI-Entwicklung und dabei Mitarbeitermotivation steigern – das waren die für mich bestimmenden Themen der letzten beiden Monate und diese Themen werden uns auch weiterhin beschäftigt halten.
Die Gallup Studie kommt jährlich zu ähnliche Ergebnissen und zeigt uns warum Mitarbeitermotivation steigern so ein großes Thema ist. Die jüngsten Ergebnisse aus dem Jahr 2025 spiegeln uns wieder, dass lediglich 13% der Beschäftigten in Österreich aktiv engagiert für den Unternehmenserfolg arbeiten. Der Großteil macht Dienst nach Vorschrift und fast ein Drittel hat innerlich gekündigt und arbeitet teilweise sogar aktiv gegen den Unternehmenserfolg. Für mich sind das immer erschreckende Zahlen. Nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch, weil wir Menschen viele Stunden mit unseren Jobs verbringen. Diese Zeit soll gut genutzt sein.
Ein großer Faktor wenn es darum geht Mitarbeitermotivation zu steigern ist der heutigen Zeit zuzuschreiben. Change ist zwar schon immer stets omnipräsent, aber die meisten von uns fühlen es vermutlich auch. Die Geschwindigkeit hat sich rapide beschleunigt. In der heutigen Zeit stellen sich daher immer mehr die Frage – wie kann ich effektiv Mitarbeitermotivation steigern und was macht überhaupt noch Sinn, wenn doch die Maschine bald alle unsere Tätigkeiten ersetzt?
Genau damit wollen wir uns heute etwas näher befassen. Ich möchte dir in diesem Artikel meinen Königsweg näher bringen, woran wir gerade kiefeln und wie wir dieses Symptom beheben können.
„Wer sich leicht ablenken lässt, muss viele Umwege in Kauf nehmen“
Ernst Ferstl
Wie kann ich Mitarbeitermotivation steigern?
Wenn du Führungskraft oder Unternehmer bist, hast du meist auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dann stellst du dir wahrscheinlich auch ständig die Frage, wie du dein Team zu mehr Engagement und Leistungsbereitschaft bewegen kannst. Mitarbeiter motivieren ist das Thema, das mich ebenso täglich antreibt.
Vielleicht sollten wir an der Stelle mit einem Mythos aufräumen. Jemanden extrinsisch zu motivieren funktioniert ohnehin nur kurzfristig, aber man kann Menschen unbewusst demotivieren – das dafür sehr effektiv.
Wenn es um das Thema Mitarbeiter motivieren geht, hat mich die letzten Wochen ein ganz neuer Aspekt der damit in Zusammenhang steht, gefesselt. Im Original lautet der Dreisatz wie folgt:
- DIStraction leads to
- DISengagement leads to
- DISstress
Ablenkung als Grundlage für fehlendes Engagement – finde ich spannend! Dieser Grund für mehr Engagement lässt sich nämlich durch Motivation nur bedingt lösen. Wenn ich motiviert bin und auf ein Ziel hinarbeiten WILL, dann brauche ich WILLENSkraft. Diese ist keine unendliche Ressource und muss daher sparsam eingesetzt werden und gleichzeitig systemisch geschützt.
Anhaltende Motivation braucht ein System
Wir müssen festhalten, dass sich Motivation nicht erzwingen lässt. Sie lässt sich aber ermöglichen und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie entsteht. Um in der heutigen Zeit Mitarbeiter zu motivieren, braucht es also mehr. Es braucht ein genaues System, dass unsere Motivation nicht nur entstehen lässt, sondern vielmehr bewahrt.
Ich möchte also diese These aufstellen – was also, wenn an der Spitze der aktuellen Pandemie des fehlenden Mitarbeiterengagements nicht die fehlende Motivation hin zur Verfolgung einer Vision, sondern die permanente Ablenkung steht? Vielleicht ist alles keine Frage der Motivatoren, sondern ein systemisches Problem?
Push-Benachrichtigungen, E-Mail Pop-Ups, Telefonanrufe, Open-Door Policy und Shared-Offices laden geradezu ein sich ablenken zu lassen. Sind das nicht allesamt Anforderungen der „New Work“ und Bedürfnisse der jungen Generationen permanent flexibel und erreichbar zu sein? Wie geht man als Führungskraft damit um? Wie bekommt man seine Teams dazu, konzentriert zu bleiben?
Das Leitbild als Schlüssel um Mitarbeitermotivation zu steigern?
Mitarbeiterengagement ist ein riesengroßes Thema und wir Menschen tendieren dazu, die Lösung des Problems zu oberflächlich zu betrachten. Für einen Ausweg aus dieser Misere müssen wir allerdings tiefer bohren um zur Wurzel vorzudringen. Es braucht also mehr als einen Sinnfindungsprozess der darin gipfelt, dass die Homepage-Seite für „Werte“ aktualisiert wird und ein Visionsleitsatz an die Wand geklebt wird.

Schon Viktor Frankl hat uns gelehrt, dass der Mensch ein Wesen ist, dass nach Sinn strebt. Visionen und Werte müssen zum Leben erweckt werden. Sie müssen erlebbar in nachhaltige Verhaltensweisen übersetzt werden und diese zu Gewohnheiten konditioniert werden.
Genau hier entsteht allerdings das große Problem beim Mitarbeiter motivieren in der heutigen Zeit: Für Konditionierung wiederum brauche ich nämlich ein vollständiges Eintauchen in das Thema. Ich muss für eine gewisse Zeit Eins mit der gewünschten Verhaltensweise werden, sonst sind es stets die gewohnten Muster, die mich weiter regieren. Das bedeutet ich muss frei von Ablenkungen sein um mich ununterbrochen mit einer sinnvollen Tätigkeit befassen. Genau diese Freiheit fehlt uns heute – weil wir abgelenkt werden oder uns ablenken lassen.
Wer als Führungskraft Mitarbeiter motivieren möchte, sollte dringend darauf achten wieder mehr Aufmerksamkeit auf Fokus und unterbrechungsfreie Arbeitszeit zu legen. Dazu bedarf es einiger Folgeschritte und systemischer Veränderungen.
Business ist wie Leistungssport
Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass diese Folgeschritte in der Regel häufig nicht passieren. Einerseits weil bereits das Daily Business drängt, andererseits weil es beträchtliche Ausbildungslücken im Bereich des Leaderships und der Kommunikation gibt. Dadurch werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unzureichend auf die Reise mitgenommen. All die Energie, die investiert wurde, verpufft ungenutzt.
Natürlich ist die Transformation einer gesamten Mannschaft kein einfacher Prozess und dennoch machbar. Management, wie Profisport haben eines gemeinsam – es geht stets um Leistungsoptimierung. Daher sind die Parallelen für mich offenkundig. Im Sport würde niemand der Spitzenleistungen erbringen will, auf einen Trainer verzichten. Im Business glauben wir häufig, dass wir ohne Accountability-Partner, Trainer, Coach oder andere externe Hilfe auskommen.
Es ist wie überall…
Nichts ist so beständig wie der Wandel, hat schon Heraklit festgestellt.
Heraklit
… daher gilt es dem Wandel proaktiv zu entgegen und zu versuchen die Welle zu reiten!
Wenn dich das Thema interessiert, dann kannst du dir gerne hier noch mein Video dazu ansehen: